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Bremgarten bei Bern: Mit dem strategischen Rüstzeug zu Netto-Null

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich die Gemeinde Bremgarten bei Bern für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik – sei es als Pionierin bei der Nutzung von Abwasserwärme aus der ARA Region Bern im Wärmekollektiv Bremgarten oder als Energiestadt mit einer Vielzahl erfolgreich umgesetzter Massnahmen. 

Seit 2018 begleitet Swiss Climate die Gemeinde im Rahmen der Energiestadt-Beratung und unterstützte sie auf dem Weg zu zwei erfolgreichen Re-Zertifizierungen – zuletzt 2024 mit einem hervorragenden Ergebnis von 73.4 Prozent. 

Im Verlauf dieser langjährigen Zusammenarbeit konnten gemeinsam verschiedene bedeutende Projekte realisiert werden, darunter die Erarbeitung einer Verordnung für das Förderprogramm, eine PV-Machbarkeitsstudie sowie Treibhausgasbilanzierungen für das Gemeindegebiet und die Gemeindeverwaltung. 

Mit der Erarbeitung einer Energie- und Klimastrategie hat Bremgarten bei Bern 2025 zudem die langfristigen strategischen Grundlagen geschaffen, um das Netto-Null-Ziel zielgerichtet und wirksam zu erreichen. 

Vorgehensweise bei der Erarbeitung 

Die Erarbeitung der Energie- und Klimastrategie erfolgte in einem strukturierten Prozess, der auf den bestehenden Grundlagen und den bisherigen Arbeiten im Rahmen von Energiestadt aufbaute und sich am Wegweiser des Bundesamt für Umwelt für kommunale Klimastrategien orientierte. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass die Anforderungen für die kantonale Förderung im Rahmen des Klimaprogramms für Gemeinden im gesamten Prozess berücksichtigt wurden. 

Der Erarbeitungsprozess gliederte sich in drei zentrale Phasen, die nachfolgend kurz erläutert werden. 

1. Schritt: Situationsanalyse 

Zu Beginn wurde die Ausgangslage der Gemeinde Bremgarten bei Bern umfassend analysiert. Im Fokus standen die Wärmeversorgung, der Energieverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen des Gemeindegebiets und der Gemeindeverwaltung. Ergänzend wurde eine Risikoanalyse zu den Auswirkungen des Klimawandels durchgeführt. 

Parallel dazu wurden die relevanten Anspruchsgruppen identifiziert. Darauf aufbauend bewertete das Projektteam den Handlungsbedarf in den verschiedenen kommunalen Handlungsfeldern, beispielsweise in den Bereichen Gebäude und Energieversorgung, Mobilität sowie Konsum und Kreislaufwirtschaft. Die Situationsanalyse bildete die fachliche Grundlage für die anschliessende Strategieentwicklung. 

2. Schritt: Zielentwicklung und Massnahmenplan 

Auf Basis der Situationsanalyse wurden in einem Workshop die relevanten Handlungsfelder sowie die prioritären Stossrichtungen in den Bereichen Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und Vorbildfunktion der Gemeindeverwaltung definiert. 

Anschliessend wurden unter Berücksichtigung der Analyseergebnisse sowie der übergeordneten nationalen und regionalen Rahmenbedingungen Netto-Null-Ziele und entsprechende Absenkpfade für das Gemeindegebiet und die Gemeindeverwaltung festgelegt. Für die Anpassung an den Klimawandel wurde ergänzend ein qualitatives Ziel definiert. 

Darauf aufbauend wurden bestehende Massnahmen zusammengetragen und durch zusätzliche Massnahmen zur Schliessung identifizierter Ziellücken ergänzt. In einem partizipativen Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Parteien diskutierte und priorisierte Swiss Climate gemeinsam mit den Beteiligten die vorgeschlagenen Massnahmen. 

Der daraus entstandene Aktionsplan definiert die prioritären Massnahmen für die kommenden vier Jahre. Ergänzend wurde eine Abschätzung der zu erwartenden Emissionsreduktionen bis zum Netto-Null-Zieljahr vorgenommen. 

3. Schritt: Verankerung 

Im abschliessenden Schritt wurde die Strategie politisch und administrativ in der Gemeinde verankert. 

Dazu erfolgte zunächst eine Abschätzung der erforderlichen finanziellen Ressourcen, um die Umsetzung der geplanten Massnahmen sicherzustellen. Gleichzeitig wurde ein Monitoring-System entwickelt, mit dem die Zielerreichung regelmässig überprüft und die Strategie bei Bedarf angepasst werden kann. 

Der Gemeinderat verabschiedete die Energie- und Klimastrategie und integrierte sie in die laufenden Planungs- und Entscheidungsprozesse der Gemeinde. Verantwortlichkeiten wurden klar zugeordnet und die notwendigen Ressourcen verbindlich festgelegt. 

Abschliessend wurde die Strategie sowohl intern als auch extern kommuniziert, um Transparenz und Akzeptanz zu schaffen und eine nachhaltige Umsetzung im Gemeindealltag sicherzustellen. 

 «Gemeinsam mit Swiss Climate erarbeiten wir eine Energie- und Klimastrategie und können dabei von ihrem breiten Fachwissen in den Bereichen Energie, Klimaschutz und Klimawandelanpassung profitieren. Dazu können wir auf einem soliden Fundament aufbauen: Im vergangenen Jahr hat uns Swiss Climate bei der Aktualisierung der Treibhausgasbilanz des Gemeindegebiets und der erstmaligen Bilanzierung der Treibhausgasemissionen der Gemeindeverwaltung unterstützt. Ein Fokus der Energie- und Klimastrategie bildet zudem die räumliche Analyse der Wärmeversorgung, wo wir ebenfalls auf das Know-how im Team von Swiss Climate zählen können.» 
Peter Bangerter, Gemeindeverwalter Bremgarten bei Bern  

 

In diesem Projekt wurden folgende Dienstleistungen von Swiss Climate eingesetzt:   

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Ihr Autor

Swiss Climate Team 700x650 David Mueller
David Müller Head of Energy Consulting +41 31 343 03 88 E-Mail LinkedIn