Das Klimaschutzprojekt hat zum Ziel, zusätzliches CO₂ in Schweizer Wälder langfristig zu speichern, die Bestände generationenübergreifend zu stabilisieren und ihre Klimaresilienz zu erhöhen sowie die Biodiversität zu fördern. Es setzt mit der eigens entwickelten Methodik neue Massstäbe für qualitative, transparente und vertrauenswürdige Waldklimaprojekte für CO₂-Removals.
Projektstandard: ISO 14064-2
Detailbeschrieb
Die Schweizer Wälder leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Sie speichern Kohlenstoff, bieten Lebensraum für unzählige Arten und schützen Mensch und Infrastruktur. Doch zunehmende Trockenheit, Schädlingsdruck und Extremereignisse setzen die Waldökosysteme stark unter Druck. Damit sie ihre Funktionen langfristig erfüllen können, braucht es eine Bewirtschaftung, die ökologische Stabilität, nachhaltige Nutzung und Klimawirkung miteinander verbindet.
Dieses Projekt im Kanton Aargau setzt auf eine verbesserte Waldwirtschaft, welche die Aufnahme von CO₂ erhöht und den Wald widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen macht. Im Zentrum steht der Aufbau eines strukturreichen und speicherstarken Waldvorrats, der über das herkömmliche Bewirtschaftungsszenario hinausgeht. Dadurch wird der Holzvorrat erhöht, wodurch zusätzliches CO₂ im Wald gebunden und langfristig gespeichert wird. Diese CO₂-Entfernung wird auch Removal genannt.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die regelmässige Erfassung der Waldentwicklung mittels Remote Sensing und LiDAR-Technologie. Diese ermöglicht es, die reale Entwicklung von Biomasse, Waldstruktur und Kohlenstoffvorräten präzise zu messen. Die CO₂-Removals werden damit auf Basis tatsächlicher Messdaten quantifiziert. Dies schafft ein besonders hohes Mass an Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Das Projekt stellt sicher, dass die Senkenleistung sowie die Schutz-, Nutzungs- und Wohlfahrtsfunktionen des Waldes durch eine geeignete Bewirtschaftung langfristig erhalten bleiben. Die erzielten Removals entstehen zusätzlich zu den gesetzlichen Mindestanforderungen und werden nach internationalen Standards überprüft und registriert. Einnahmen aus dem Projekt fliessen in die waldbaulichen Massnahmen und ermöglichen eine klimaoptimierte Waldbewirtschaftung. Dank des gewählten Ansatzes trägt das Projekt nicht nur zur Erhöhung der CO₂-Speicherkapazität bei, sondern stärkt auch die ökologische Stabilität des Waldes. Strukturreiche Bestände fördern die natürliche Verjüngung, erhöhen die Resilienz gegenüber Stürmen, Trockenheit und Schädlingsbefall und bieten wertvolle Lebensräume für die einheimische Flora und Fauna.
Soziale und ökonomische Vorteile
Die Projekte sind darauf ausgerichtet, die Kohlenstoffspeicherung zu erhöhen, ohne die weiteren zentralen Funktionen des Waldes zu beeinträchtigen. Durch die langfristige Bewirtschaftungsperspektive werden Forstbetriebe unterstützt und ihre Rolle bei der Entwicklung klimaresilienter Wälder gestärkt.
Die finanziellen Mittel aus der Zertifizierung ermöglichen es Waldeigentümern und Forstbetrieben, zusätzliche waldbauliche Massnahmen umzusetzen, die im normalen Betrieb nicht realisierbar wären. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, die soziale und wirtschaftliche Situation im Forstbetrieb zu stabilisieren und die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Umweltaspekte
Die Bewirtschaftung erfolgt so, dass die relevanten ökologischen Funktionen des Waldes langfristig gesichert bleiben. Dazu gehören:
- Zusätzliche CO₂-Speicherung durch gezielten Vorratsaufbau, wodurch mehr langlebige Biomasse entsteht und CO₂ dauerhaft im Wald gebunden wird.
- Förderung der Biodiversität durch strukturreiche und artenvielfältige Bestände.
- Erhalt und Entwicklung natürlicher Lebensräume.
- Verbesserung der Resilienz gegenüber Schädlingen, Trockenheit und Extremereignissen.
- Durch den Einsatz von Fernerkundungstechnologien wird die ökologische Wirkung transparent dokumentiert und nachvollziehbar ausgewertet.
- Diese objektive Messbarkeit bildet einen wesentlichen Mehrwert und schafft eine robuste Grundlage für qualitativ hochwertige CO₂-Removals aus Schweizer Wäldern.