Durch den gezielten Einsatz von Holz im Gebäudebau werden Gebäude zu langfristigen CO2‑Speichern, während gleichzeitig Emissionen aus konventionellen Baumaterialien wie Beton und Stahl vermieden werden.
Projektstandard: Rainbow
Detailbeschrieb
Der Gebäudesektor zählt zu den emissionsintensivsten Wirtschaftsbereichen und bietet zugleich eines der grössten Potenziale für wirksamen Klimaschutz. Insbesondere Insbesondere die Herstellung und der Einsatz mineralischer Baustoffe wie Beton und Stahl verursachen hohe, vorgelagerte Emissionen. Der verstärkte Einsatz von Holz und anderen biobasierten Baustoffen ermöglicht es, diese Emissionen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig Kohlenstoff langfristig zu binden.
Obwohl die klimatischen Vorteile des Holzbaus gut dokumentiert sind, wird er im Bauwesen bislang nur in geringem Umfang eingesetzt. Im DACH-Raum macht der Holzbau derzeit einen vergleichsweisen kleinen Anteil an Neubauten aus, typischerweise etwa 3-10 %, abhängig vom Land und der Gebäudetypologie. Gründe dafür sind vor allem höhere Anfangskosten sowie etablierte Bauweisen mit mineralischen Materialien.
Das Projekt adressiert dieses ungenutzte Klimapotenzial, indem Holzbauprojekte wirtschaftlich attraktiver gemacht werden. Durch die Finanzierung über CO2‑Zertifikate können Mehrkosten für Holzbau vermindert werden.
Die CO2‑Speicherung wird objektspezifisch quantifiziert, wobei jedes neue Holzgebäude mit einem geometrie‑ und funktionsgleichen Referenzgebäude («mineralischer Zwilling») aus Beton/Stahl verglichen wird, um eine korrekte Baseline sicherzustellen. Die CO2‑Menge wird konservativ und ausschliesslich für biogene Kohlenstoffspeicherung in tragenden Bauteilen angerechnet.
Holzbauprojekte tragen nicht nur zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei, sondern stärken auch regionale Strukturen, fördern Innovationen im Bauwesen und und erhöhen die Resilienz der Wälder durch aktive Bewirtschaftung. Der Einsatz von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Beständen erfolgt dabei ohne Entwaldung oder Landnutzungsänderung.
Soziale und ökonomische Vorteile
- Regionale Wertschöpfung entlang der Holz‑ und Bauwert-schöpfungskette
- Langfristige Einnahmen für Projektpartner
- Förderung von Innovationen in Holzprodukten und Holzbauten
Umweltaspekte
- Nachhaltige Forstwirtschaft ohne Entwaldung oder Landnutzungsänderung
- Reduziertes Risiko durch Sturmschäden oder Schädlingsbefall dank aktiver Bewirtschaftung
- Substitution besonders emissionsintensiver Baumaterialien