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Die Valser Mineralquellen GmbH (im Folgenden als Valser bezeichnet) ist eine Tochtergesellschaft der Coca-Cola HBC Schweiz AG und hat ihren Hauptsitz in Vals, Graubünden. Ihre Tätigkeit umfasst die Abfüllung von Mineralwasser und den Vertrieb von Getränken. Neben stillem Mineralwasser und dem Valser Sprudel produziert das Unternehmen auch aromatisierte Getränke. Die jährliche Gesamtproduktionsmenge beträgt rund 90 Millionen Liter.
Im Jahr 2017 wurde erstmals eine Treibhausgasbilanz der ganzen Unternehmung für das Bilanzjahr 2016 erstellt. Das Basisjahr wurde von 2016 auf 2019 geändert, um die aktualisierten Systemgrenzen widerzuspiegeln und die Berichterstattung mit den konzernweiten Klimazielen abzugleichen. Die CO2-Treibhausgasbilanzierung[1] wird mit der Unterstützung von Swiss Climate jährlich durchgeführt und fortlaufend weiterentwickelt. VALSER Mineralquellen GmbH wurde sieben Mal mit dem Swiss Climate Label «CO2
NEUTRAL» ausgezeichnet und erhielt 2025 nun zum zweiten Mal das neue Swiss Climate Label «GOLD CERTIFICATE».
[1] Im vorliegenden Bericht wird der Begriff „CO2“ synonym zu „CO2e“ verwendet und steht für die Summe von CO2- und anderen Emissionen (z. B. Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O))
Das Label erhalten Unternehmen, welche ein ganzheitliches CO2-Management aufgebaut haben, das die Bereiche Organisation & Strategie, Bilanzierung, Reduktion, Klimaschutzbeiträge und Kommunikation abdeckt. Die Einhaltung der Richtlinien (Version 10.1) wird zusätzlich jährlich von einer externen Prüfgesellschaft (SGS) geprüft.

Valser verfolgt eine integrierte Klimapolitik, welche im Rahmen des „Climate Change Policy Statement“ der Muttergesellschaft Coca-Cola HBC Schweiz AG und somit auf höchster Organisationsebene verankert ist.
«Die Coca-Cola HBC Schweiz AG ist bestrebt, ihre Auswirkungen auf den Klimawandel zu begrenzen und alle ihre Geschäftsaktivitäten nachhaltig zu betreiben. Wir glauben, dass die Industrie eine Schlüsselrolle bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen für die heutigen Klimaherausforderungen spielen muss.
Die direkten Treibhausgasemissionen der Geschäftstätigkeit von Coca-Cola Schweiz HBC AG resultieren hauptsächlich aus dem Energieverbrauch in Abfüllanlagen und im Fuhrpark. Indirekte Emissionen stammen aus Rohstoffen (Zutaten und Verpackungen) und Kaltgetränkegeräten.
In Übereinstimmung mit unserer Umweltpolitik werden wir:
Die Verantwortung für die erfolgreiche Umsetzung des Programms liegt bei jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter von Coca-Cola HBC Schweiz auf allen Ebenen und in allen Funktionen der Organisation.»
Die übergeordneten Ziele des Treibhausgas-Managements bei Valser sind:
Die Analyse von Klimarisiken und -chancen wurde erstmals 2019 (auf Basis des Fussabdruckjahres 2018) durchgeführt und im Jahr 2023 aktualisiert. Im Einklang mit einer integrierten Klimapolitik hat sich die Valser dazu verpflichtet, Massnahmen zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zu ergreifen. Die Analyse von Klimarisiken und -chancen wird regelmässig überprüft und bei wesentlichen inhaltlichen Veränderungen aktualisiert.
Das positive Beitragen zu klimabezogenen Themen ist in den individuellen Zielen des Managements explizit festgehalten. Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sind zentrale Elemente in langfristigen Management-Incentive-Plänen.
Valser erstellte für das Bilanzjahr 2017 die erste CO2-Bilanz, basierend auf den Anforderungen der ISO 14064-1 Norm sowie den Bilanzierungsprinzipien des GHG-Protokolls, die dem Swiss Climate Label zugrunde liegen, und erhöht seither fortlaufend die Datenqualität.
Die betrieblichen Aktivitäten die den definierten Systemgrenzen zugrunde liegen sind für Valser die folgenden:
Die Festlegung der organisatorischen Systemgrenze erfolgt bei Valser durch die betriebliche Kontrolle. Dabei werden die der operativen Kontrolle unterstehenden Anlagen in die Systemgrenze mit einbezogen. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Räumlichkeiten und deren Verwendung:
Andere Lager (wie z. B. in Brüttisellen), die ebenfalls für die Auslieferung von Valser-Produkten genutzt werden, aber hauptsächlich für andere Getränke von Coca-Cola HBC Schweiz genutzt werden und auch nicht im Besitz der Valser sind, werden nicht berücksichtigt.
Die Festlegung der operativen Systemgrenze erfolgt gemäss den Empfehlungen des GHG-Protokolls. Für Valser ergibt dies folgende operative Systemgrenzen:
Scope 1
Scope 2
Scope 3
Im Rahmen eines Scope 3 Screenings wurden im Bilanzjahr 2023 (nicht aktualisiert in 2024) die folgenden Emissionsquellen betrachtet:
Die Kategorien Verarbeitung der verkauften Produkte (3.10), nachgelagerte geleaste Anlagen (3.13), Franchising (3.14) und Investitionen (3.15) sind für Valser nicht relevant, da es in diesen Bereichen keine Aktivitäten gibt. Die Merchandising-Materialien sind mengenmässig vernachlässigbar und werden in den zukünftigen Treibhausgasbilanzen nicht berücksichtigt. Der nachgelagerte Transport zum Endverbraucher ist gemäss dem GHG-Protokoll fakultativ zu erfassen. Da Valser keine Kontrolle über diese Emissionen hat, werden sie in zukünftigen CO2-Treibhausgasbilanzen nicht berücksichtigt. Die Nutzung der verkauften Produkte wurde als relevante Kategorie identifiziert und wird als Teil der Treibhausgas-Bilanz berücksichtigt. Der Bau oder Kauf grösserer Maschinen
Für das Bilanzjahr 2024 belaufen sich die ausgewiesenen Emissionen auf 10’024 t CO2. Die grössten Emissionsquellen sind dabei die eingekauften Güter und Dienstleistungen, die vorgelagerten Transporte, die vorgelagerten Leasinganlagen und die Scope 1 Emissionen. zusammen ergeben sie rund 82 % der gesamten Emissionsbilanz.

Um das Netto-Null-Ziel von -90 % der absoluten Emissionen bis 2040 zu erreichen, hat Valser das kurzfristige Ziel festgelegt, den Indikator kg CO2-Emissionen pro Liter verkaufter Getränke von 2019 bis 2030 um -47 % zu senken.
Aufgrund von Anpassungen im Product Carbon Footprint – insbesondere bei Primärverpackungen und Entsorgung – haben sich die Werte für das Basisjahr und die Vorjahre verändert. Der Basiswert stieg von 139.6 g CO2/l auf 142.7 g CO2/l. Der unten dargestellte Reduktionspfad wurde entsprechend aktualisiert.
Mit 110.2 g CO2 pro Liter verkaufter Getränke im Jahr 2024 liegt Valser unter dem Zielwert von 112.2 g CO2/l (entsprechend einer Reduktion von -21.4 % im Vergleich zu 2019). Die tatsächlich erreichte Reduktion entspricht -22.8 % gegenüber 2019 und –6.5 % gegenüber dem Vorjahr (2023).
Der Zielpfad von Valser sieht wie folgt aus:

Zur Erreichung der Ziele sind bereits folgende Massnahmen umgesetzt worden und werden fortlaufend optimiert werden:
Des Weiteren sind folgende Massnahmen geplant:
Valser übernimmt Verantwortung für die aktuell nicht vermeidbaren Emissionen und investiert in ein Klimaschutzprojekt zu sauberem Trinkwasser in Kambodscha, welches der lokalen Bevölkerung keramische Wasserfilter zur Wasseraufbereitung zur Verfügung stellt. Dadurch wird der Verbrauch von Brennholz reduziert, welches üblicherweise zum Abkochen des Trinkwassers verwendet wird, und somit die Rodung des Regenwaldes reduziert. Darüber hinaus steigert das Projekt die lokale Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze in der örtlichen Produktionsstätte der keramischen Wasserfilter. Davon profitieren insbesondere Frauen.
Für das Bilanzjahr 2024 hat Valser 10‘020 CO2-Zertifikate erworben.
Valser kommuniziert über folgende Wege zu ihrer Treibhausgasbilanz:
Zudem werden die Mitarbeitenden zum Thema Nachhaltigkeit über das Intranet und im Rahmen interner Schulungen informiert und sensibilisiert.