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Das Swiss Climate Label für Coca-Cola HBC Schweiz AG

Kurzvorstellung des Unternehmens

Die Coca-Cola HBC Schweiz AG (im Folgenden Coca-Cola HBC) ist das grösste Unternehmen der alkoholfreien Getränkeindustrie in der Schweiz und ein Abfüller der The Coca-Cola Company. Das Unternehmen produziert den Grossteil seiner Getränke lokal in Dietlikon und Vals, die Zutaten stammen überwiegend von Schweizer Lieferanten.

Das Jahr 2019 dient als Basisjahr für die CO2-Treibhausgasbilanzierung1. Die CO2-Bilanzierung wird mit der Unterstützung von Swiss Climate jährlich durchgeführt und fortlaufend weiterentwickelt. Im Jahr 2024 wird Coca-Cola HBC erstmals mit dem Swiss Climate Label «BRONZE CERTIFICATE» ausgezeichnet.


Das Swiss Climate BRONZE CERTIFICATE

Das Label erhalten Unternehmen, welche ein ganzheitliches CO2-Management aufgebaut haben, das die Bereiche Organisation & Strategie, Bilanzierung, Reduktion, Klimaschutzbeiträge und Kommunikation abdeckt. Die Einhaltung der Richtlinien (Version 10.1) wird zusätzlich jährlich von einer externen Prüfgesellschaften (Neosys AG oder SGS) geprüft.


Organisation und Strategie

Klimapolitik

Die Klimapolitik ist im Dokument „Climate Change Policy Statement“ von Coca-Cola HBC Schweiz festgelegt und somit auf höchster Organisationsebene verankert:

«Die Coca-Cola HBC Schweiz AG ist bestrebt, ihre Auswirkungen auf den Klimawandel zu begrenzen und alle ihre Geschäftsaktivitäten nachhaltig zu betreiben. Wir glauben, dass die Industrie eine Schlüsselrolle bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen für die heutigen Klimaherausforderungen spielen muss.

Die direkten Treibhausgasemissionen der Geschäftstätigkeit von Coca-Cola Schweiz HBC AG resultieren hauptsächlich aus dem Energieverbrauch in Abfüllanlagen und im Fuhrpark. Indirekte Emissionen stammen aus Rohstoffen (Zutaten und Verpackungen) und Kaltgetränkegeräten.

In Übereinstimmung mit unserer Umweltpolitik werden wir:

  • Den Energieverbrauchs in unseren Betrieben reduzieren.
  • Alternativer oder erneuerbarer Energietechnologien wie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und Sonnenkollektoren, wo dies sinnvoll ist, einsetzten, um zusätzliche nachhaltige Energie für unsere Anlagen bereitzustellen.
  • Uns mit Interessengruppen zur Bekämpfung des Klimawandels austauschen.
  • Mit Lieferanten zusammenarbeiten, um den in Verpackungsmaterialien enthaltenen Kohlenstoff zu reduzieren, den CO2-Fussabdruck unserer Kaltgetränkeanlagen und Zutatenlieferanten zu verringern und damit deren Kohlenstoffauswirkungen zu minimieren.
  • Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen unserer Lieferkette festlegen.
  • Offen und in Übereinstimmung mit dem Greenhouse Gas Protocol über unsere Treibhausgasemissionen, Ziele, Ergebnisse und Aktivitäten berichten.

Die Verantwortung für die erfolgreiche Umsetzung des Programms liegt bei jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter von Coca-Cola HBC Schweiz auf allen Ebenen und in allen Funktionen der Organisation.»

Risiken und Chancen in Bezug auf den Klimawandel

Die Analyse der Klimarisiken und -chancen wurde 2020 (bezogen auf das Fussabdruckjahr 2019) durchgeführt und 2025 aktualisiert. Im Rahmen einer integrierten Klimapolitik hat sich Coca-Cola HBC Schweiz (im Folgenden Coca-Cola HBC) verpflichtet, Massnahmen zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zu ergreifen. Die Analyse der Klimarisiken und -chancen wird regelmässig aktualisiert, sofern es wesentliche inhaltliche Änderungen gibt.

Bilanzierung

Coca-Cola HBC produziert stille und kohlensäurehaltige Getränke. Die Getränke werden in Dietlikon hergestellt und abgefüllt und anschliessend in der ganzen Schweiz vertrieben. Darüber hinaus importiert Coca-Cola HBC Getränke aus anderen Produktionsstandorten der Hellenic Bottling Company im Ausland und handelt mit extern produzierten Produkten. Die Systemgrenzen des CO2-Fussabdrucks basieren auf den operativen Aktivitäten von Coca-Cola HBC.

Die betrieblichen Aktivitäten die den definierten Systemgrenzen zugrunde liegen sind für Coca-Cola HBC die folgenden:

  • Einkauf von Verpackungsmaterial und Betriebsstoffen
  • Produktion und Vertrieb von trinkfertigen Getränken
  • Waschen und Reinigen von Mehrweggetränkeflaschen
  • Belieferung von Kunden im Handel und in der Gastronomie sowie von Privatkunden im In- und Ausland
  • Kommunikation, Marketing und Verkaufsförderung

Organisatorische Systemgrenze

Die Festlegung der organisatorischen Systemgrenze erfolgt bei Coca-Cola HBC durch die betriebliche Kontrolle. Dabei werden die der operativen Kontrolle unterstehenden Anlagen in die Systemgrenze mit einbezogen. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Räumlichkeiten und deren Verwendung:

  • Der Hauptsitz in Opfikon und das Werk in Dietlikon sind im CO2-Fussabdruck integriert.
  • Das Lager in Rümlang sowie die Valser Service-Lager (früher Qwell by Valser) gehören nicht zu Coca-Cola HBC, sind jedoch im Produkt-CO2-Fussabdruck berücksichtigt.

Das Lager in Zizers ist vollständig in den CO2-Fussabdruck der Valser Mineralquellen GmbH integriert und wird daher hier nicht berücksichtigt.

Alle Transporte der Getränke, die direkt von Coca-Cola HBC gesteuert werden, werden im CO2-Fussabdruck des Unternehmens berücksichtigt:

  • Transporte mit eigenen Lkw (Haulage)
  • Alle Transporte von den Lagern zu den Vertriebszentren
  • Anteil Valser Service Transporte
  • Die übrigen Transporte (z. B. von den Vertriebszentren zu den Verkaufsstellen) liegen nicht in der direkten Kontrolle von Coca-Cola HBC und werden daher im Rahmen des Produkt-CO2-Fussabdrucks analysiert und einbezogen.

Operative Systemgrenze

Die Festlegung der operativen Systemgrenze erfolgt gemäss den Empfehlungen des GHG-Protokolls. Für Unternehmen ergibt dies folgende operative Systemgrenzen:

Scope 1

  • Heizung und Prozesswärme
  • Leckage Kältemittel und CO2
  • Geschäftsreisen mit Fahrzeugen im Besitz von Coca-Cola HBC
  • Transporte mit Fahrzeugen im Besitz von Coca-Cola HBC

Scope 2

  • Stromverbrauch von Gebäuden und E-Fahrzeugen

Scope 3

  • Eingekaufte Güter und Dienstleistungen: Primär- und Sekundärverpackung, Rohstoffe, Chemikalien, Wasser, Papier und Versand
  • Kapitalgüter: Neue Kühler im Markt
  • Brennstoff- und energiebezogene Emissionen: Energiebereitstellung der unter Scope 1 & 2 bilanzierten Elemente
  • Vorgelagerte Transporte: Transporte der Rohstoffe bis zu den Produktionsstandorten, Transporte der Produkte bis zu und zwischen den Lagern, durch Coca-Cola HBC kontrollierte Transporte zu den Vertriebs- und Verkaufsstellen oder direkt zu Endkunden sowie Abfalltransporte
  • Abfall aus Geschäftstätigkeiten
  • Geschäftsreisen mit externen Verkehrsmittel
  • Pendelfahrten
  • Vorgelagerte Leasinganlagen: Energieverbrauch der externen Lager, der Vertriebszentren und Verkaufsstellen sowie der Kühler am Markt
  • Nachgelagerte Transporte: Nicht von Coca-Cola HBC kontrollierte Transporte (Abholung) der Produkte von den Lager zu den Vertriebs- und Verkaufsstellen
  • Verwendung der verkauften Produkte: Emissionen durch die Leckage der Kohlensäure in den verkauften Produkten
  • Entsorgung der verkauften Produkte: Entsorgung der Primärverpackung (PET-, Glas-, Aluminium-Flaschen) durch den Endkonsumenten

CO2-Bilanz 2024 

Für das Bilanzjahr 2024 belaufen sich die ausgewiesenen Emissionen (inkl. Importe) auf 70'660 t CO2. Die grössten Emissionsquellen sind dabei die eingekauften Güter und Dienstleistungen, die vorgelagerten Leasinganlagen, die vorgelagerten Transporte und die Scope 1 Emissionen. Zusammen ergeben sie rund 90 % der gesamten Emissionsbilanz.


Reduktion

Ziel

Aufgrund von Anpassungen im Product Carbon Footprint – insbesondere bei Primärverpackungen und Entsorgung – haben sich die Werte für das Basisjahr und die Vorjahre verändert. Der Wert des Basisjahres stieg von 443 g CO2/l auf 475 g CO2/l. Der Reduktionspfad wurde entsprechend angepasst. Unter Einbezug der Importe erzielte Coca-Cola HBC 2024 336 g CO2 pro Liter verkaufter Getränke – eine Reduktion von -29 % gegenüber 2019. Damit wurde das Ziel für 2024 von 374 g CO2 pro Liter (entsprechend einer Reduktion von -21.4 % gegenüber 2019) übertroffen.

Der Zielpfad von Coca-Cola HBC (inkl. Importe) sieht wie folgt aus:

Massnahmen

Zur Erreichung der Ziele werden unter anderem folgende Massnahmen ergriffen:

Umgesetzte und kontinuierlich weitergeführte Massnahmen

  • Erhöhung des Anteils an Elektro- und fossilfreien Fahrzeugen im Fuhrpark
  • Effizienzsteigerungen in der Produktion zur Reduktion von Energie- und Wasserverbrauch
  • Nutzung von Recyclingmaterialien bei Verpackungen und Verbrauchsmaterialien
  • Reduzierung des Verpackungsmaterialeinsatzes
  • Kontinuierliche Verlagerung von Transporten von der Strasse auf Schiene oder emissionsarme Fahrzeug.

Geplante Massnahmen

  • Aufbau eines neuen Logistikzentrums zur Optimierung der Transporte
  • Umstellung auf erneuerbare Energiequellen in den Produktionsstätten
  • Einsatz von vollständig recycelten Verpackungsmaterialien (bspw. Schrumpffolie)
  • Optimierung von Produktionsprozessen zur weiteren Energieeinsparung (bspw. Zuckersirup-Pasteurisierung)

Klimaschutzbeiträge

Betreffend der Klimaschutzbeiträge hat sich Coca Cola HBC entschieden, für das Bilanzjahr 2024 keine Klimaschutzbeiträge zu leisten. Im Jahr 2026 wird ein möglicher Kauf von Klimaschutzzertifikaten neu evaluiert.

Kommunikation

Coca-Cola HBC kommuniziert über folgende Wege zu ihrer CO2-Bilanz:

  • Teilnahme an Branchenevents, Nachhaltigkeitswochen und Fachkongressen
  • Engagement in freiwilligen Initiativen und Organisationen zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz
  • Dialoge und Austausch mit Stakeholdern
  • Publikation von Nachhaltigkeitsberichten, Ratings und Online-Kommunikation (Webseite, LinkedIn)
  • Anerkennungen und Auszeichnungen, z. B. DJSI-Rating, MSCI ESG AAA, AWS Water Stewardship

Zudem werden die Mitarbeitenden zum Thema Nachhaltigkeit über das Intranet und im Rahmen interner Schulungen informiert und sensibilisiert.

Informationen zum Label

  • Gültigkeit Label: 24.10.2025-23.10.2026
  • Letztes Audit: 22.10.2025
  • Registernummer: CH11S1125
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