
Fotografie: Mali Lazell
Im Rahmen der Climate Week Zurich 2026 fand unser jährliches Klimafrühstück statt. Die Veranstaltung brachte Vertreter:innen aus Wirtschaft, Finanzbranche, öffentlicher Verwaltung und Wissenschaft zusammen, um die wachsende Bedeutung von Klima- und Naturrisiken für strategische Entscheidungen zu diskutieren.
Im Zentrum standen die neuen CH2025-Klimaszenarien sowie die Frage, wie physische Klima- und Naturrisiken systematisch erkannt, bewertet und in Entscheidungsprozesse integriert werden können. Dabei wurde deutlich, dass Klimarisiken zunehmend Einfluss auf Investitionsentscheidungen, Unternehmensstrategien, Kreditvergabe und regulatorische Anforderungen haben.
Wissenschaftliche Perspektive: CH2025-Klimaszenarien
Reto Knutti (ETH Zürich) eröffnete den Anlass mit einer wissenschaftlichen Einordnung der CH2025-Klimaszenarien. Er zeigte auf, welche zentralen Erkenntnisse sich daraus für den Umgang mit Klima- und Naturrisiken ergeben und wie diese in Planung und Strategie einfliessen können.
Finanzsektor: Klima- und Naturrisiken im Bankenumfeld
Petra Roth (Thurgauer Kantonalbank) beleuchtete im Dialog mit Nathalie Benz (Swiss Climate), wie Klima- und Naturrisiken im Finanzsektor berücksichtigt werden. Im Fokus standen insbesondere Kreditvergabeprozesse, Risikomanagement und strategische Entscheidungsfindung in Banken.
Unternehmensperspektive: Wertschöpfung und Investitionen
Alessa Perotti (Migros-Genossenschafts-Bund) gab im Dialog mit Nathalie Benz praxisnahe Einblicke aus Sicht eines grossen Schweizer Handelsunternehmens. Sie zeigte auf, wie Klima und Natur gemeinsam in strategische Entscheidungen integriert werden und wie sich die Migros mit dem SBTN (Science Based Targets for Nature) Prozess auseinandergesetzt hat.
Moderation und Integration in die Praxis
Nathalie Benz und Andreas Steiner (Swiss Climate) begleiteten das Klimafrühstück als Moderationsteam. Sie ergänzten die Diskussion mit praxisnahen Ansätzen zur Identifikation, Bewertung und strategischen Integration von Klima- und Naturrisiken in Unternehmen und Organisationen.
Fazit: Von Klimaszenarien zu strategischen Entscheidungen
Das Klimafrühstück 2026 zeigte eindrücklich, wie relevant der Umgang mit Klima- und Naturrisiken für zukunftsfähige Entscheidungen ist. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Finanzbranche und Wirtschaft unterstrich die Notwendigkeit, Klimarisiken systematisch in strategische Prozesse einzubetten.
Swiss Climate dankt allen Referent:innen und Teilnehmenden für den wertvollen Austausch und die inspirierenden Diskussionen.