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Die Bellevue Group AG (nachfolgend Bellevue) mit Hauptsitz in Zürich (bis zum 31.12.2024 in Küsnacht) ist ein spezialisierter Asset Manager mit den Kernkompetenzen Healthcare-Strategien, alternative Anlagen und ausgewählte Nischenstrategien, der an der SIX Swiss Exchange kotiert ist. Im Jahr 2024 beschäftigte Bellevue rund 90 Mitarbeitende.
Bellevue verfolgt eine verbindliche ESG-Strategie, die ökologische, soziale und Governance-Kriterien systematisch in allen Geschäftsbereichen berücksichtigt. Bereits seit 2020 wird das Unternehmen durch Swiss Climate mit dem Label «CO₂-neutral» ausgezeichnet. Im Jahr 2024 erhält Bellevue zum ersten Mal das überarbeitete Label «GOLD CERTIFICATE by Swiss Climate».
Das Label erhalten Unternehmen, welche ein ganzheitliches CO₂-Management aufgebaut haben, das die Bereiche Organisation & Strategie, Bilanzierung, Reduktion, Klimaschutzbeiträge und Kommunikation abdeckt. Die Einhaltung der Richtlinien (Version 10.1) wird zusätzlich jährlich von einer externen Prüfgesellschaften (Neosys AG oder SGS) geprüft.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor in der Geschäftsstrategie Bellevue. Sie ist der Schlüssel, um langfristigen Erfolg zu sichern und gleichzeitig einen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen. Als unabhängiger Asset Manager ist Bellevue in der Lage, eine nachhaltige Entwicklung zum Nutzen aller beteiligten Stakeholder zu fördern. Die Nachhaltigkeitsstossrichtungen 2030 unterstützten diesen Anspruch und wurden im Rahmen eines Stakeholder-Engagement-Prozesses entwickelt, der auch eine Wesentlichkeitsbewertung beinhaltete.
Integration Nachhaltigkeit in Geschäftsstrategie
Bellevue ist bestrebt, sowohl auf Unternehmensebene wie auch auf Portfolioebene Nachhaltigkeit kontinuierlich auszubauen und zu integrieren. Diese Werte bilden die Pfeiler für die nachhaltigen, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmenspraktiken, die die Mitarbeitenden täglich leben und die Grundvoraussetzung sind, um für die Stakeholder eine hohe Wertschöpfung zu generieren. Basierend auf diesen Grundwerten hat Bellevue eine klare und transparente ESG-Politik und ESG-Anlagerichtlinien entwickelt, die die Standards und Verhaltensweise in Bezug auf umweltbezogene, soziale und Governance-Aspekte verbindlich regeln. Weitere Informationen finden sich in der öffentlich verfügbare ESG-Weisung.
Reduktion des CO₂-Abdrucks des Geschäftsbetriebs sowie Initiierung des Net-Zero-Prozesses
Auf Unternehmensstufe werden seit 2020 die betrieblichen CO₂-Emissionen erfasst. Geschäftsreisen, Pendelverkehr, Heizung und Strom sind für den Grossteil der Emissionen verantwortlich. Bellevue bekennt sich zu Net-Zero bis 2050 und will daher im Rahmen der Klimastrategie 2030 die betrieblichen CO₂-Emissionen pro Mitarbeitendem (FTE) um 30% senken.
Geschlechtervielfalt steigern und Inklusion fördern
Bellevue schätzt die Vielfalt der Mitarbeitenden und nutzt das Element für den Geschäftserfolg. Grundlegend dafür sind gegenseitiger Respekt und eine kollaborative Arbeitskultur über Sprach-, Kultur- und Landesgrenzen hinweg. Unterschiedliche Sicht- und Herangehensweisen, Erfahrungen, Ideen und Fähigkeiten führen zu Innovation und sichern nachhaltig den Erfolg von Bellevue, auch im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Bereits seit 2023 ist das Ziel eines 30 %-igen Anteils von Frauen im Verwaltungsrat erreicht. Der Frauenanteil liegt per 31.12.2024 bei 50%. Auf Stufe Management liegt das Ziel des Frauenanteils weiterhin bei einer Quote von mindestens 20%. Dieses soll im Rahmen des Nachfolgeprozesses bis 2030 erreicht werden.
Verankerung Nachhaltigkeit im Anlageprozess
Der Einbezug von Nachhaltigkeitsaspekten ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Anlage- und Risikomanagementprozesse. Im Jahr 2018 wurde der Bellevue Sustainable Healthcare Fonds eingeführt, der streng formalisierten ESG-Vorgaben folgt. Umwelt-, Sozial und Governance-Faktoren werden im Rahmen der ESG-Integration in allen Portfolios berücksichtigt. Neben klar definierten Portfolioausschlüssen mit Bezug zu globalen Normen und wertebasierten Kriterien umfassen diese insbesondere die Einbindung von relevanten ESG-Risiken in die fundamentale Betrachtung bei der Titelauswahl. Investitionen werden dabei ebenso auf ihre ESG-Merkmale sowie Wirkungsorientierung mit Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele der UN geprüft. Etwaige nachteilige Auswirkungen der Anlagen auf Nachhaltigkeitsfaktoren werden zentral überwacht und fliessen formell in die Beurteilung eines Titels im Hinblick auf dessen Nachhaltigkeitscharakter mit ein. Ein internes Arbeitspapier «Berücksichtigung PAI» regelt hierzu die Einzelheiten. Umwelt- und Klimaaspekte sind dabei fester Bestandteil der Gesamtbeurteilung, finanzierte Emissionen werden seit 2023 zudem nach den PCAF Standards (Partnership for Carbon Accounting Financials) systematisch erfasst und in Anlehnung an die Empfehlungen der TCFD publiziert. Schliesslich pflegen die Portfoliomanager einen aktiven und konstruktiven Dialog zu ESG-Aspekten mit Geschäftsleitungen und relevanten Stakeholdern. Die Bellevue Asset Management AG folgt überzeugt den Prinzipien für verantwortungsbewusste Investitionen der Vereinten Nationen (UN PRI) und passt ihre ESG Anlagerichtlinien kontinuierlich den neuesten Erkenntnissen an.
Bellevue hat im Jahr 2024 die bereits bestehende Chancen- und Risiken-Analyse aktualisiert. Dabei wurden unter anderem Aspekte wie politische Veränderungen, technologische Entwicklungen, längerfristige Klimaveränderungen, Finanzstrukturen und Auswirkungen auf die Reputation näher beleuchtet. Die Analyse wird periodisch aktualisiert, sofern sich inhaltliche Änderungen ergeben.
Die Bellevue Group AG erstellte für das Bilanzjahr 2024 eine CO₂-Bilanz, in Anlehnung an die Anforderungen der ISO 14064-1 Norm sowie die Bilanzierungsprinzipien des GHG Protocols, die dem Swiss Climate Label zugrunde liegen, und erhöht seither fortlaufend die Datenqualität.
Die betrieblichen Aktivitäten, die den definierten Systemgrenzen zugrunde liegen, sind für Bellevue die folgenden: Bellevue ist ein international tätiger Asset Manager und umfasst die Institute Bellevue Group AG, Bellevue Asset Management AG, Bellevue Komplementär AG, Bellevue Private Markets AG, Adbodmer AG in Küsnacht und Zug, Bellevue Asset Management (Deutschland) GmbH in Frankfurt am Main, Bellevue Research Inc. in New York und Bellevue Asset Management Ltd in London. Das Geschäftsmodell zeichnet sich durch die Spezialisierung im Asset Management mit besonderem Fokus auf die Gesundheitsbranche aus. Die für die CO₂-Bilanz geltenden Systemgrenzen werden entsprechend der Geschäftstätigkeit der Bellevue Group festgelegt.
Die Festlegung der Organisationsgrenzen erfolgt für die Bellevue Group durch die betriebliche Kontrolle. Dabei werden die der operativen Kontrolle unterstehenden Anlagen in die Systemgrenze mit einbezogen. Dies entspricht bei der Bellevue Group 5 Standorte in Küsnacht, Zug, Frankfurt, London und New York.
Die Festlegung der operativen Systemgrenzen erfolgt unter Berücksichtigung der Ziele des CO₂-Managements der Bellevue Group AG. Die vorhandenen Emissionsquellen in den Scopes 1 und 2 der Bellevue Group AG werden alle bilanziert. Vorhandene Emissionsquellen in Scope 1 und 2 sind die Folgenden:
Scope 1
Scope 2
Scope 3
Die Emissionsdaten, welche in der Bilanz berücksichtigt werden, beziehen sich auf die betrieblichen Emissionen der Bellevue Group. Kategorie 3.15 (finanzierte Emissionen) ist nicht inkludiert, wird aber durch Bellevue separat erfasst und ausgewiesen. Im Rahmen der Bilanzierung des Kerngeschäftes (Scope 3.15) werden von Bellevue die Assets under Management (ca. 96 % des gesamten Anlagevermögens) betrachtet. Bellevue hat sich zudem das Ziel gesetzt, die finanzierten Emissionen bis 2050 um -90 % zu reduzieren.
Für das Bilanzjahr 2024 belaufen sich die bilanzierten Emissionen auf 603 t CO₂. Die grössten Emissionsquellen sind dabei die Geschäftsreisen, die Pendelfahrten sowie IT Geräte. Diese machen gemeinsam rund 95 % der Bilanz aus.

* Bei den vorliegenden Emissionen handelt es sich um die betrieblichen Emissionen der Bellevue Group. Kategorie 3.15 (finanzierte Emissionen) ist hier nicht inkludiert, wird aber von Bellevue separat erfasst und ausgewiesen.
Bis 2030 verfolgt die Bellevue Group das Ziel einer Reduktion von -30 % pro Mitarbeiter (FTE) verglichen mit dem Basisjahr (Bilanzjahr 2020 mit normalisierten Daten in den Kategorien Pendelfahrten und Geschäftsflüge) zu erreichen. Zusätzlich bekennt sich Bellevue zu einem Netto-Null Ziel bis 2050 (Scope 1 bis Scope 3.14) und zu einer Reduktion der finanzierten Emissionen (Scope 3.15) um -90 %.
Der Zielpfad der Bellevue Group sieht wie folgt aus:

* Bilanzjahr 2020 mit normalisierten Daten in den Kategorien Pendelfahrten und Geschäftsflüge
Zur Erreichung der Ziele werden unter anderem folgende Massnahmen ergriffen:
Seit dem Bilanzjahr 2020 hat Bellevue mit dem Kauf von CO₂-Zertifikaten den Klimaschutz auch ausserhalb der eigenen Wertschöpfungskette unterstützt. Dadurch wurden die nachhaltige Bewirtschaftung im Schweizer Wald gefördert sowie erneuerbare Energien in Bulgarien begünstigt. Alle unterstützten Projekte führen zu Reduktionen der CO₂-Emissionen vor Ort, welche Bellevue zusätzlich zu der eigenen Dekarbonisierung vorantreibt.
Für das Bilanzjahr 2024 wurde zum ersten Mal ein Projekt zur Unterstützung der Erzeugung erneuerbarer Energie aus Sägemehl in Bulgarien und 603 CO₂-Zertifikate daraus erworben. Dies ist das Netto-Volumen und bereits abgezogen davon sind die CO₂-Emissionen für Dienstleistungen, für welche bereits durch den Kauf von Zertifikaten durch den Dienstleister Verantwortung übernommen wurde. Im Falle von Bellevue betrifft das die Versände von Briefen im In- und Ausland durch die Schweizerische Post und Druckaufträge mit klimaneutralem Papier.
Die Bellevue Group kommuniziert über folgende Wege zu ihrer CO₂-Bilanz: