Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) – Berichterstattungspflicht über nichtfinanzielle Belange

Diese Berichterstattungspflichten, die vorerst nur für grosse Unternehmen gelten, wirken sich indirekt auch auf kleinere Zulieferer aus und erhöhen den Druck im gesamten Markt.
Seit dem 01.01.2022 ist der Gesetzestext zum Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen - zum Schutz von Mensch und Umwelt» (Konzernverantwortungsinitiative, kurz KVI), die am 29.11.2020 abgelehnt wurde, in Kraft. Dieser orientiert sich in erster Linie an der aktuell geltenden EU-Verordnung und fordert von Unternehmen, mehr Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit zu übernehmen und über nichtfinanzielle Belange Bericht zu erstatten. Die neuen Anforderungen betreffen Unternehmen des öffentlichen Interesses zusammen mit den von ihnen kontrollierten in- oder ausländischen Unternehmen, die in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren über 500 Vollzeitmitarbeitende und eine Bilanzsumme von über CHF 20 Mio. oder über CHF 40 Mio. Umsatzerlös aufweisen. 


Die betroffenen Unternehmen müssen ihr Geschäftsmodell sowie Konzepte, Massnahmen und deren Wirksamkeit, wesentliche Risiken und deren Handhabung und wesentliche Leistungsindikatoren für die nichtfinanziellen Belange offenlegen. Dies erfolgt in der Regel im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts. Die rechenschaftspflichtigen Themen und Belange der Berichterstattung sind: Umweltbelange (insbesondere CO2-Ziele), Sozialbelange, Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung der Korruption. Dabei soll das Unternehmen Informationen zu diesen rechenschaftspflichtigen Themen ausweisen, die zum Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens und der Auswirkungen seiner Tätigkeit erforderlich sind. Diese Regelungen sind für Unternehmen ab dem Jahr 2023 verpflichtend. 


Zusätzliche Sorgfalts- und Offenlegungspflichten gelten für Unternehmen, die Mineralien und Metallen aus Konflikt- und Hochrisikogebieten beziehen oder bei denen ein begründeter Verdacht von Kinderarbeit besteht. 
In der Vernehmlassung steht zudem die separate «Verordnung über die Berichterstattung über Klimabelange», die auf den Empfehlungen der «Task Force on Climate-related Financial Disclosures» (TCFD) basiert. Diese Vollzugsverordnung präzisiert die Anforderungen an die nichtfinanzielle Berichterstattungspflicht bezüglich des Themas Klimabelange (insbesondere auch Klimaziele), das Bestandteil des rechenschaftspflichtigen Themas Umweltbelange des Gesetzestext zum Gegenvorschlag der KVI ist. Von den Anforderungen für grosse Unternehmen, die zur Festlegung von Klimazielen und zum Erfassen der Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgefordert werden, sind auch kleinere Unternehmen (Zulieferer) betroffen. 
Neben der nichtfinanziellen Berichterstattung unterstützt Sie Swiss Climate auch mit einem ganzheitlichen CO2-Management bei den Berechnungen zu den Treibhausgasemissionen.

 

Nutzen Sie diese Chance, um Ihr Nachhaltigkeitsmanagement voranzutreiben, sich noch besser in diesem Bereich zu positionieren und Mehrwert für interne und externe Stakeholder zu schaffen.

Das Angebot von Swiss Climate 

  • Gap-Analyse: Ihrer aktuellen Nachhaltigkeitsleistungen und -berichterstattung im Vergleich zu den gesetzlichen Anforderungen und international anerkannten Standards (z.B. Global Reporting Initiative)
  • Unterstützung bei der Berichtserstattung, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig Mehrwert für interne und externe Stakeholder zu schaffen. Je nach Unternehmensgrösse empfehlen wir einen pragmatischen Ansatz oder die Orientierung an einem anerkannten Standard. Wir unterstützen Sie dort, wo Sie Hilfe wünschen: Als Sparringpartner bis hin zur Redaktion Ihres Berichts.  
  • Unterstützung beim Auf- und Ausbau Ihres Nachhaltigkeitsmanagements: Dabei legen wir gemeinsam die wesentlichen Themen fest, unterstützen Sie bei der Entwicklung von Managementansätzen, definieren relevante Kennzahlen, identifizieren Massnahmen und Chancen sowie Risiken.

Ihr Nutzen

Sie agieren konform mit den Gesetzesanforderungen und gewinnen ein strategisches Führungsinstrument. Sie schaffen Transparenz gegenüber Ihrem Management, Ihren Mitarbeitenden, Ihren Zulieferern, Ihren Kunden und weiteren Stakeholdern. Das verbesserte Verständnis hilft Ihnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu managen und Chancen in Geschäftspotentiale umzuwandeln. Darüber hinaus stärken Sie Ihre Positionierung und Glaubwürdigkeit im Bereich Nachhaltigkeit.

Benötigen Sie Unterstützung? Kontaktieren Sie unsere Expertin in diesem Bereich.

Your contact partner

Viola Vorherr

Consultant

«The shift to more sustainable business practices is becoming increasingly urgent for companies of all sizes. I'm pleased that at Swiss Climate we can help our clients transition to a more sustainable future.»

Education

MA in Business Administration with focus on sustainability, University of Zurich
BA HSG in Economics, University of St.Gallen

Areas of responsibility

Operational COmanagement, product balances, event balances, sustainability strategy and reporting 

Background

Viola Vorherr supports companies in the development of an effective sustainability strategy, the establishment of an effective sustainability communication as well as CObalances on company, product and event level. She gained valuable professional experience in merger & acquisition and strategy development at consulting firms in Switzerland